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„Mein Weg nach Jerusalem – Mit dem Fahrrad nach Yad Vashem“ erzählt von einer 5.523 Kilometer langen Radreise, die in Oranienburg, genauer gesagt im ehemaligen KZ Sachsenhausen, begonnen hatte. Diese Reise führte meine beiden Kompagnons Aaron und Dennis und mich im Sommer 2004 nach Yad Vashem in Jerusalem. Dorthin hatten wir einen von KZ-Häftlingen hergestellten Klinkerstein aus dem KZ Sachsenhausen gebracht, um damit unseren Respekt vor den Opfern des Holocausts zu erweisen. Dieses Projekt hatte international und vor allem in Israel viel Aufmerksamkeit erzeugt und hatte damit eine Brücke der Verständigung geschlagen. Für alle Beteiligten bleibt diese Reise ein Höhepunkt ihres Lebens.
Als die Veröffentlichung des Buches bevorstand, stellten meine Verleger und ich uns die Frage, in welches Genre „Mein Weg nach Jerusalem“ gehöre, Sachbuch oder Belletristik? Nach einer längeren Diskussion mit vielen Beteiligten, entschieden wir uns für Belletristik. Ob das die richtige Wahl war, kann man noch immer diskutieren, denn ein Buch, auf das ich erst später aufmerksam wurde und das vom Stil her noch am ehesten mit dem meinigen vergleichbar ist, wurde bald auf unter der Rubrik „Sachbuch“ geführt. Ich spreche von „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling. Ich selbst würde mein Buch als Reisebericht im besten klassischen Sinne zuordnen.
Es ist in Tagebuchform geschrieben und erzählt in vielen äußerst anschaulichen Anekdoten, Gedanken und Gefühlen einerseits von meinen Erfahrungen und Eindrücken. Ich berichte vom Radreisen an sich und von zwischenmenschlichen Erfahrungen, die ich innerhalb des Teams sowie bei unseren Begegnungen mit Fremden gemacht hatte. Außerdem beschreibe ich Städte, Landschaften Küche, Kultur und eben alles, was eine Reise erlebenswert macht.
Andererseits hatte ich mit dem Buch auch einen inhaltlichen Anspruch. Ich wollte auf relativ ungezwungene Weise den Leser an meine Erfahrungen und Erkenntnisse zu Themen heranführen, die mich schon während der Reisevorbereitung gefesselt hatten, beispielsweise den Nah-Ost-Konflikt, die muslimische und jüdische Kultur bis hin zu meinen Gedanken um die deutsche Identität, in einer belasteten und sich verändernden Welt. Dabei soll das Buch aber eben nicht als strenges Sachbuch missverstanden werden. Meine Idee war es, mich mit jungen einigermaßen unbefangenen Augen einer faszinierenden Welt zu nähern, sie auf mich wirken zu lassen und mich mit ihr auseinanderzusetzen, um sie mir überhaupt erst tiefer erschließen zu können.
Neben meinen Tagebucheinträgen zeugen viele Gästebucheinträge unserer damaligen Homepage von der Anteilnahme und den Gedanken derjenigen, die mit uns gefiebert und uns so irgendwie auch begleitet hatten. Diese Gästebucheinträge, von denen ich nur einen Ausschnitt veröffentlichen konnte, sind so vielfältig wie die Charaktere, die hinter ihnen stehen. Sie stellen einen wunderbaren Kontrast zu meinen eigenen Berichten dar. Außerdem enthält das Buch etwa 50 beeindruckende Farbfotos und 100 Schwarzweißfotos, die meinen Bericht unterstreichen.
„Mein Weg nach Jerusalem“ macht hungrig auf eigene Abenteuer und regt dazu an, das eigene Weltbild kritisch zu hinterfragen und zu korrigieren. Schon jetzt hat das Buch viele Leser sehr emotional berührt und weil es noch immer ein Geheimtipp ist, wird es vor allem durch Mundpropaganda weiter getragen.
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