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VITA:

Alexander Laesicke wurde am 6. Juli 1979 in Berlin Prenzlauer Berg geboren. Schon 1980 zogen aber seine Eltern mit ihm und seinen zwei Brüdern nach Oranienburg um, weil sein Vater sich beruflich neu orientieren musste, nachdem er nicht bereit war, als junger Jurist der Außenhandelsbank, in die SED einzutreten. Alexander verlebte eine unbeschwerte Kindheit, bis die „Wende“, die er euphorisch miterlebte, ihn vor viele schwierige Veränderung stellte.
Wie viele seiner Generationsgenossen, fühlte Alexander sich durch die Veränderungen jener Zeit oft überfordert. So war er mit der „Nachwendedepression“ und der Orientierungslosigkeit vieler Menschen in den neuen Bundesländern konfrontiert und musste sich als Bürgermeistersohn für politische Probleme rechtfertigen, die er teilweise noch gar nicht durchschauen konnte. Sein Vater wurde zunächst stellvertretender und 1993 erster Bürgermeister der neuen Kreisstadt, die durch das KZ Sachsenhausen eine traurige Berühmtheit erlangt hatte. Besonders erschütternd waren für Alexander die Bilder brennender Asylantenheime und die sich scheinbar unaufhaltsam ausbreitende Jungendkultur der Bomberjacken und Springerstiefel tragenden Neonazis. Sozialdemokratisch und christlich geprägt, erlebte er eine wütende Jugend.
1994 wurde Alexander exzessiver Anhänger der Technokultur, die er als positive, bunte, kreative und tolerante Kultur verstand und damit gerade nicht als unpolitische Bewegung, wie diese gemeinhin in der Öffentlichkeit kritisiert wurde. Neben Techno war für ihn die Schülertheatergruppe OBST (steht für „Oranienburger Bombenstimmung“) besonders prägend, durch die er in vielerlei Hinsicht Berührungsängste ablegte. Parallel engagierte er sich auch politisch. 1996 ist er in die SPD eingetreten und wurde 1997 zum Juso-Vorsitzenden von Oranienburg gewählt sowie zum Vorstand der SPD Oranienburg. 1998 erkämpfte er mit den zweitmeisten Stimmen für seine Partei die Mitgliedschaft in der Oranienburger Stadtverordnetenversammlung.
Zur Jahrtausendwende schloss Alexander seine schulische Laufbahn mit dem Abitur ab und begann 2001 an der Freien Universität zu Berlin ein Studium der Volkswirtschaftslehre mit den betriebswirtschaftlichen Schwerpunkten auf Steuern und Unternehmenspublizität. Er zog nach Berlin Schöneberg, wo er zwischen „Roter Insel“ und Victoriapark regelrecht aufblühte. Hier entstanden auch die Pläne zu seinen Radreisen, wobei die über 5.500 Kilometer zählende Reise nach Jerusalem sowie die etwa 6.000 Kilometer zählende Ostseeumrundung über Lappland und Russland die vorläufigen Höhepunkte darstellen. Außerdem schrieb er hier das Buch „Mein Weg nach Jerusalem“, das er im September 2007 stolz präsentieren konnte.
Noch vor der Veröffentlichung des Buches fand Alexander mit seiner Freundin, Melanie und deren beiden Kindern Chantal(*2002) und Julien(*2004) auch sein privates Glück. Zusammen mit seiner neuen Familie ist er im Februar 2008 in seine alte Heimatstadt Oranienburg zurückgezogen. Zwischenzeitlich lebte er noch in Berlin Neukölln sowie in Berlin Mitte.
Alexander hat gerade seine Diplomarbeit abgeschlossen und bereitet seinen Eintritt ins Berufsleben sowie seine vorerst letzte große Radreise vor, die ihn nach Marokko führen soll. Außerdem kandidiert er erneut für das Oranienburger Stadtparlament.